Das letzte Stück TET Bosnien und Hauptstraßen sind Wanderpfade im Wald

Die Sonne und ein komischer Oliven/Schweissgeruch wecken mich auf. Die Sonne scheint von der Seite in mein Zelt. Alter müffelt es hier drin. Ich strecke mich und mache das Zelt auf. Was für ein Sonnenaufgang vor Mostar. Die Windräder drehen sich schon und ein leichter Wind setzt an. Es ist blauer Himmel und die Sonne wärmt das Zelt jetzt schon auf obwohl es erst 7 Uhr ist. Pavel hat es echt geschafft das ich meine Schlafgewohnheiten leicht verändere. Es war seit langem nicht mehr so das ich bis 7:30 geschlafen habe.

Ich frühstücke erstmal ausgiebig im Zelt. Der Wind ist mir gerade zu kalt und ich bin in meinen schön öligen Schlafsack eingewickelt. Scheinbar wärmt der Schlafsack besser in Öl ;). Habe heute richtig gut geschlafen.

Um ca. 8:30 breche ich auf. Ich dehne mich und mache mich warm. Denn es wird direkt schwer am Anfang werden, das ist mir klar. Der Weg nach oben hat mich schon sehr viel Kraft gekostet. Ich sitze auf und fahre los. Direkt auf dem Weg angelangt treffe ich einen Wanderer der mich eher böse und fragend anschaut mich aber passieren lässt während ich mich durch die tiefen Faustgroßen Steinformationen schlängle. Dieses hin und her trainiert echt wirklich gut das Koordinations- und Gleichgewichtsvermögen. Ich hab das langsam richtig gut raus. Nicht zu schnell und nicht zu langsam. Ich muss jedoch nach jeden 2 km eine Pause einlegen, weil ich einfach nicht mehr kann. Es ist mega anstrengend und im Gegensatz zum Berg von gestern gibt es hier keine Ausruhstrecken. Es geht einfach in einem Zug nach oben und dauerhaft in tiefen, losen Steinrinnen entlang. Die Aussicht ? Jede Pause bedeutet schauen, Wasser trinken und genießen.

Endlich am Berg angekommen fahre ich diesen wieder hinunter. Mir kommen zwei Esten entgegen die Ihre letzten Tagen beim fahren haben. Die Reifen sind durch. Einer fährt sogar eine Tenere aber das Profil schaut nun aus wie auf der Rennstrecke und es war ein TKC 80 😉

Wir verabschieden uns und jeder fährt weiter. Es wird immer erdiger und grobe Steine schauen nun aus der Erde heraus. Mein Lieblingsgebiet. Die Mitas E-09 und ich sind nun endlich in unserem Element. Wir fahren schon recht zügig durch das Feld und ich genieße jede Sekunde des Berg hinunter fahrens.

Boom die Straße wird klein und es wird wieder grober Schotter. Der Pfad mehr kann man dazu nicht mehr sagen geht nun in einem sehr engen Zick Zack um 2 Motorradlängen nach unten. Man sieht unten sind schon 2 Motorräder gelegen. Hmpf naja auf gehts. Irgendwie hab ich mit Hilfe von Tipps von Pavel geschafft da in einem Zug hinunter zu sliden. Alter ich bin der nächste Pol Tarres ! Eh ja jedenfalls Glücksgefühle besser als Sex. Weiter gehts in einem mega Steinfeld … Wie schön…. Endlich das überstanden geht es im Wald weiter und dann in die Berge. In den Bergen ist die Landschaft unbeschreiblich schön. Viele Steine und Erde. Ich lerne zwei Italiener kennen die nun heute noch nachhause fahren werden.

Das witzige daran ist das Sie vorher in Albanien waren und Pavel Ihnen die Strecken rausgesucht hat 😉 LOL Wir reden ein wenig machen ein paar Fotos Sie unterschreiben auch auf meinem Motorrad und wir fahren weiter.

Der Weg wird jetzt angenehm und eher entspannend. Auf Straßen und leichten Schotterpisten geht es nun zum Ende der Strecke. Ich breche ab da ich auf dem Navi sehe das es nun zur Grenze nach Montenegro geht.

Ich entschließe mich die nächsten Tage mal einfach nur zu chillen und nach Kroatien zu kommen. 260km rein Offroad und nun noch mal 6h und 350km Straße. Probieren 😉

Ich fahre los. Es soll auf eine Hauptstraße gehen. Eh ja es ist ein Feldweg und aus dem Feldweg wird sehr schnell eine Steinwüste. Ich treffe ein älteres Pärchen mit Ihrem Geländewagen. Das nicht mehr weiter kommt. Sie schaufeln gerade den Weg wieder zusammen damit Sie mit Ihrem Auto durch passen. Sie wollen meine Hilfe nicht und ich fahre weiter.

Der Weg wird immer undurchsichtiger und ich lache in mich hinein. HAUPTSTRASSE LOOLL

Ich komme nach ca. 2h aus dem Wald und werde direkt auf die Autobahn geleitet. Ich fahre dort ca. noch 2h und bin direkt an der Grenze. Ok das ging schnell. Total durch suche ich eine Unterkunft und wie soll es sein. Eine Bar hat ein Zimmer. Und was für eins. Ich wohne hier für 40 Euro in einer Luxuswohnung. Geil. Jetzt noch schnell was essen, ein Bier und schlafen

Bis Morgen

Dein Franky

Franky
Author: Franky

Franky zu beschreiben wird schwierig. Er ist ein netter, manchmal zu forscher, aber lieber Reisender. Er mag die Einsamkeit genauso wie einen Pulk von Leuten. Er ist sehr aktiv und immer für einen Witz zu haben. Am liebsten treibt er sich in Kiesgruben und auf Motorrädern herum. Er reist gerne in Länder in denen es noch richtige Natur gibt und meidet meistens Großstädte. Er hat eine Rechtschreibschwäche 😉 vergibt ihm das.

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