Reisen · Balkan Big Bike Hardtour

Grenzen ohne abmeldung im anderen Land?

3 Min. Lesezeit

Nach einer unliebsamen Nacht in der ich kein Auge zu tun konnte weil ich dauerhaft Herzaussetzer hatte. Ich gehe davon aus das ich ein Magnesiumproblem hatte, stand ich schon früh um 6:30 auf und schaute dem Sonnenaufgang zu wie er langsam das Wohnzimmer mit Licht füllte.

Martin wachte so gegen 7:30 auf und wir packten langsam alles zusammen. Wir fuhren weiter Richtung Grenze Montenegro. Zudem hatten wir eine Spezialaufgabe….

Wie kommt man über eine Grenze mit jemanden der vor 2 Monaten über eine illegale Strecke aus diesem Land ausgereist ist?

Martin hatte sich schon ein wenig vorbereitet. Er konnte die Nächte nach der “illegalen” Überfahrt nachvollziehbar auf Papier pinnen. Übernachtungen, Tankbelege und mit dem gewappnet fuhren wir Richtung Grenze.

Wir fuhren über die TET weil wir gestern schon nicht schnell voran kamen und da die TET eine angenehme Erholung zu gestern darstellt konnten wir mit flüssigen 70-80km/h der Grenze entgegen fahren.

Die Landschaft karg und felsig. Blauer Himmel. Es schaut warm aus ist aber sehr kühl am Morgen erst als die Sonne schon wirklich höher steht packe ich meine Motorradjacke zusammen und wechsle zu meinem Trikot. Insgesamt wirkt es ewig und frei. Ich genieße jede Minute von dieser Tour. Ich habe noch ein paar Magnesium Tabletten gefunden die haben direkt nach 1h geholfen mein Herz wieder auf Normalstand zu bringen. Das gestern war scheinbar echt viel zu viel.

Wir fegen gerade über einen kleinen Abstecher nach einer Flussdurchfahrt als Martin seine Hecktasche mir direkt vors Vorderrad fliegt. Ich zieh noch schön einen Kreis um seine Tasche und überreiche Sie ihm feierlich 😉 “Graziaaasss”

An der Grenze angekommen, hatte ich schon echt Bammel das Ausreisen ohne Stempel ist halt nicht so geil. Aber die Dame interessierte sich da gar nicht darum. Sie stempelte ab und winkte Ihn durch. Wir hatten uns mehrere Tage schon vor der Fahrt Gedanken gemacht gehabt was alles passieren könnte.

Aber das soll keine Einladung sein das dauerhaft zu machen, nur das Ihr das wisst meine Kinder!

Direkt nach der Grenze erst mal getankt und einen Kaffee in den Körper geschüttet um ein wenig vom Stress runter zu kommen und die Angst zu vertreiben.

Weiter gehts über die TET bis wir zum Pivsko jezero kommen der Stausee. Mega Ausblicke. Wir telefonieren mal kurz Nachhause zur Freundin von Martin und genießen die Ausblicke wie der Tag langsam aber sicher voranschreitet. Wir genießen diesen Naturschutzpark zu tiefst.

Weiter in das Landesinnere treffen wir ein Pärchen mit luftgekühlten 125er Motorrädern die mehre Monate unterwegs waren Sie studiert und er ist derzeit arbeitslos. Man sah ihnen direkt an das Sie alles was sie die letzten Monate getan hatten genossen hatten. Bei Ihm ist sogar der Rahmen von der kleinen Maschine gerissen. Kurzerhand hat ein Albaner Ihm da ein Metallstück drangeschweisst. Das hebt jetzt schon mehrere Monate. Leider müssen Sie wieder nachhause da Sie weiterstudieren muss.

Sie erzählten uns von einer kleinen Bergschutzhütte die ganz süss war am Hang. Ca 1h von hier. Da es schon später Nachmittag war fuhren wir direkt los und kamen direkt zum Sonnenuntergang an.

Der Sonnenuntergang war mega geil und der Mond schien uns direkt hinter dem Haus durchs Fenster.
Es hatte um uns schon leicht geschneit und wir hatten so um die 2-3 Grad + Also war die Hütte echt nötig. Wir kochten was leckeres zusammen hatten gute Unterhaltungen und gingen dann etwas später dann ins Bett.

So wir hören uns dann morgen in aller “Frische” wieder

Dein Franky

Franky
Author: Franky

Franky zu beschreiben wird schwierig. Er ist ein netter, manchmal zu forscher, aber lieber Reisender. Er mag die Einsamkeit genauso wie einen Pulk von Leuten. Er ist sehr aktiv und immer für einen Witz zu haben. Am liebsten treibt er sich in Kiesgruben und auf Motorrädern herum. Er reist gerne in Länder in denen es noch richtige Natur gibt und meidet meistens Großstädte. Er hat eine Rechtschreibschwäche 😉 vergibt ihm das.

Servus, ich bin

Franky

Servus! Ich bin Franky – unterwegs auf zwei Yamaha Ténéré 700, mit Werkzeug im Tankrucksack und Kamera im Gepäck. Hier gibt’s ehrliche Geschichten von Schotter, Sand und Schrauberei.

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